The Time Expander

ÖGLA Landschaftsarchitekturpreis 2013
Anerkennung, in Zusammenarbeit mit Elisabeth Huber

Das Freiraummöbel „The Time Expander“ gibt dem Tun des Wartens im urbanen Stadtgefüge einen neuen Stellenwert. Betrachtet man das Wort des Wartens im allgemeinen Kontext, so ist es häufig mit negativen Assoziationen, wie Zeitverlust, Rumstehen oder Nichtstun, aufgeladen. Das Konzept sucht nun nach einer Lösung, um die Negativität, mit der dieses Wort behaftet ist, zu transformieren.

Der „Time Expander“ stellt eine neue Form der Haltestelle im öffentlichen Raum dar. Er wird als ein Raum betrachtet, der sich inmitten der Schnelllebigkeit einer Stadt selbstbewusst aufspannt und positioniert. Der mit „neuer” Bedeutung aufgeladene Warteraum ist mit verschiedenen Bestandteilen eines Wohnzimmers, die zum Entspannen einladen, ausgestattet. Die Form des Rahmens lässt nicht nur einen Ort entstehen, sie betont auch die Wichtigkeit dieser relativ neutralen Orte. Auch über das Material, das sich mit Tageslicht auflädt, um in der Nacht zu schimmern, erfährt der Ort seine Relevanz.

Der „Time Expander“ choreografiert den urbanen Raum. Gehen und Warten wechseln sich ab – die Bewegungsstöme im öffentlichen Raum werden rhythmisiert. Die Orte der Entspannung bilden ein Zeitfenster, sprich, eine Zeitblase, die sich im Netz der Schnelllebigkeit in bestimmten Abständen Raum verschafft, in dem sich Menschen entspannen können, um sich dann wieder in das urbane Treiben einklinken zu können. Relax and Go könnte das Motto lauten. Der Rezipient fügt sich in die Endlosschleife des „Entspannens” ein.

The Time Expander_BZLP_E_Huber

The Time Expander_Tools_BZLP_E_Huber

Die Ausstattung erinnert an zu Hause

The Time Expander_Chronomap_BZLP_E_Huber

Chronomap im Bewegungsfluss der Stadt

The Time Expander_Stadtrythmus_BZLP_E_Huber

Relax and Go

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